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Ausbildung
Klient-zentrierte Spieltherapie
Die klient - zentrierte Spieltherapie ist eine eindrucksvolle und sehr wirksame Methode psycho-therapeutischer Hilfe für Kinder und Jugendliche in seelischen Konfliktlagen, Entwicklungsstörungen und bei Krankheiten mit psychosomatischem Hintergrund. Über die spontane Fähigkeit, innere Konflikte kreativ im Spiel darzustellen und zu verarbeiten, verfügt jedes Kind. Im Schutz einer therapeutischen Beziehung und durch die Spielangebote im Spielzimmer kann das Kinderspiel heilende Kräfte entfalten.
In ausgangsoffenen Spielsituationen können Kinder die Themen ihres Lebens ausspielen und zusammen mit der Spieltherapeutin oder mit dem Spieltherapeuten neue Beziehungserfahrungen sammeln und neue Verhaltensformen entwickeln. Das spieltherapeutische Angebot ist eine wichtige und unterstützende Maßnahme auch im Rahmen familientherapeutischer Angebote.
Die akt-Ausbildung in Spieltherapie wendet sich vor allem an Personen, die hauptberuflich in der Arbeit mit Kindern engagiert sind oder die sich zukünftig dort besonders engagieren wollen.
In Deutschland ist die person-zentrierte Spieltherapie vor allem als nicht-direktive Spieltherapie nach CARL R. ROGERS, ELANIE DORFMANN und VIRGINIA AXLINE bekannt geworden.
Sie hat allerdings in den zurückliegenden Jahren eine beachtliche Erweiterung und Modernisierung in der Methodik und in der Anwendungsbreite erfahren. Dies betrifft zum einen den Aspekt der Person-zentrierung (innere Freiheit und Aufrichtigkeit der Therapeutin) zum anderen den familientherapeutischen (systemisch-ökologischen) Aspekt des therapeutischen Geschehens. So entwickelte sich in den letzten Jahren ein erweitertes Methoden- und Interventionsrepertoir auch aus anderen humanistischen und systemischen Konzepten.
Aus dem Inhalt
l Grundlagen klient-zentrierter Kinderspieltherapie.
l Reorganisierende und heilende Kräfte des kindlichen Spiels.
l Der Einfluss von Spielmaterialien.
l Die Bedeutung der Arbeit mit den Eltern/Bezugspersonen.
l Körperliche und mentale Entspannungsmethoden, Phantasiereisen.
l Meditativen Formen der Aufmerksamkeitsformierung, Flow-Erleben.
l Darstellende Gruppenspiele, Märchenerzählen, Stehgreiftheater.
l Dokumentatiom des Therapieverlaufs und des Therapieerfolgs.
l Konzepte und Methoden der Kinderspieltherapie in Gruppen.
l Gruppenarbeit mit Jugendlichen.
l Therapeutische Arbeit mit der Familie, Familienberatung und -therapie
l Beschreibungs- und Erklärungsmodelle kindlicher und jugendlicher Entwicklungsstörungen
l Verwandtschaften von person-zentrierten und systemisch arbeitskonzepten
Zielgruppe
Personen aus Einrichtungen, die beruflich mit Kindern und Jugendlichen im Medium des Spiels arbeiten. Auch Personen aus schulischen und außerschulischen Einrichtungen des Erziehungs- und Bildungswesens, der Jugendhilfe und des Gesundheitswesens (z. B. Erzieher, Sozialpädagogen, Sonder- und Heilpädagogen, Sozialarbeiter, Lehrer, Dipl.-Pädagogen, Dipl.-Psychologen, etc.) die das Medium des Spiels intensiver in ihrer pädagogischen und/oder therapeutischen Arbeit nutzen wollen.
Teilnahmekriterien
Einschlägige pädagogische Berufsausbildung (Fachschule/Fachhochschule/Universität), eine ausreichende berufliche Praxis, sowie spätestens ab dem 2. Weiterbildungsjahr, regelmäßige spieltherapeutische Arbeit die die Möglichkeit zur Supervision beinhaltet.
Abschluss/Anerkennung
Die Prozessdokumente (Ton- und Videoaufzeichnungen, Protokolle etc.) werden einer neutralen Prüfungs- und Zertifizierungskommission vorgelegt und von dieser bewertet. Im Falle des erfolgreichen Nachweises anhaltender konstruktiver Veränderungen die im Zusammenhang mit der spieltherapeutischen Arbeit der TeilnehmerInnen entstanden sind, erhalten diese das akt-Zertifikat in klient-zentrierter Spieltherapie.
Dauer
3 Jahre
Ausbildungsleiter
Prof. Dr. Norbert Groddeck
Dozent/in
Zum erfahrungsbezogenen Kennenlernen dieser Arbeit und unserer DozentInnen empfehlen wir die Teilnahme an einem unserer Tagesseminare.